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Döner für einen Cent für behinderte Mitarbeiter
Rubrik: KurzmeldungenFragt man einen ausländischen Touristen nach typischen Speisen der Berliner, wird er sicherlich antworten: Boulette, Currywurst und Döner. In den Berliner Werkstätten für Behinderte GmbH wird demnächst der Döner auf eine ganz besondere Stufe gestellt werden. Als unlängst eine Delegation des Türkisch-Deutschen Unternehmerverbandes die Betriebsstätte Nord besuchte, waren die Gäste derart begeistert von den Leistungen der behinderten Mitarbeiter, dass Verbandspräsident Remzi Kaplan spontan anbot, für jeden Mitarbeiter einen Döner für einen Cent zu liefern. Am 13. Mai 2009 will er dieses Versprechen zum Tag der offenen Tür einlösen.
Die Tage der offenen Türen sind jährliches Ritual und dennoch immer wieder ein Höhepunkt im Werkstattleben. Die behinderten Mitarbeiter freuen sich über die Anerkennung der Besucher und erklären bereitwillig und mit viel Begeisterung ihre Tätigkeiten. Gäste staunen immer wieder über die Leistungsfähigkeit einer modernen Werkstatt, in der CNC-Maschinen genauso zur Ausstattung gehören wie Piktogramme und Sprachcomputer am Arbeitsplatz. Neben der Arbeit an den Maschinen und Verpackungsbändern gehören Kurse zum selbstverständlichen Alltag in der Werkstatt. In einem Deutschlandweit einmaligen Kurssystem werden den behinderten Mitarbeitern kognitive und soziale Kompetenzen vermittelt. Leisten und fördern sind die Prinzipien der Werkstatt. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und ermöglicht ihnen ein ihrer Behinderung entsprechendes sinnerfülltes Leben.
Neueste Errungenschaft ist ein Werkstattbereich, der sich ausschließlich mit der Betreuung von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen beschäftigt. Dafür musste die Werkstatt Südwest in der Goertzallee umgebaut werden. Zu verschieden sind die Ansprüche dieser Klientel von den Bedürfnissen der anderen Mitarbeiter. Gerade für diesen Personenkreis gibt es kaum fachlich kompetente Betreuungsmöglichkeiten in der Region. Die BWB schließt damit eine weitere Lücke in der Betreuung behinderter Menschen.
